Safari im Rajaji National Park

Wir brechen ganz früh am Morgen mit dem Moped auf. Es ist sehr kalt als wir Rishikesh in Richtung Rajaji National Park verlassen. Yoyo hat heute etwas ganz Besonderes geplant. Wir machen eine Jeepsafari Tour durch den Rajaji National Park. Am Parkeingang werden wir schon von unserem Ranger der auch gleichzeitig unser Fahrer ist erwartet.

Und los geht es:

Picture courtesy H.G. Gruber

Der eisige Fahrtwind weht uns ins Gesicht aber das macht nichts. Wir sind gut eingepackt und wer Wildtiere sehen will muss eben früh aufstehen. Neben den asphaltierten Strassen durchqueren wir auch mal einen Fluss.

An einem Aussichtspunkt haln wir an und überblicken die indische Savanne 🙂

Picture courtesy H.G. Gruber

Auf einmal sehen wir Spuren im Sand:

Picture courtesy H.G. Gruber

Unglaublich!!! Aber was wir hier sehen sind Tigerspuren. Das wird unser Höhepunkt bei der heutigen Safari sein. In der Ferne sehen wir ein indisches Reh und Makakenaffen, die in einem Baum sitzen.

Picture courtesy H.G. Gruber

Gemeinsam schwelgen wir in Erinnerungen an unsere Touren in Afrika. Es war eine wunderbare Tour und Erinnerungsreise an Afrika. Danke an unseren Ranger und das Team des Rajaji National Park.

Fremdländische Rituale: Puja am Ganges

Ich liebe die Farben und Blumen in Indien. In Rishikesh gibt es zahlreiche hinduistische Tempel und dort kann man farbenfrohe Blumenketten kaufen.

Picture courtesy H. G. Gruber

Außerdem möchten wir ein kleines Dankbarkeitsritual durchführen, dass die hinduistischen Pilger am Ganges jeden Tag hier vollziehen. Dafür erstehen wir ein kleines Blumenschiffchen mit Räucherstäbchen und Butterschmalz, das man anzündet und auf den Ganges fahren läßt.

Picture courtesy H. G. Gruber

Bei dem Ritual handelt es sich um eine Puja. Wir sind nicht vertraut mit den zahlreichen hinduistischen Ritualen, die die Inder ihren vielzähligen Göttern widmen aber wir sind dankbar dafür, dass wir so eine wunderschöne Zeit in Rishikesh verbringen dürfen. Unsere Schiffchen folgen den tausenden anderen Schiffchen der indischen Gläubigen um uns herum bis wir sie nicht mehr sehen können.

Namaste 🙂

Vorsicht vor kreuzenden Elefanten

Wir unternehmen eine Wanderung im angrenzenden Waldgebiet flussaufwärts von Rishikesh. Yoyo hat sich dafür ein indisches Moped mit 2 Helmen ausgeliehen. Um aus der Stadt herauszufahren müssen wir die Hängebrücke gemeinsam mit hunderten Passanten, Kühen, Affen und anderen Moped Fahrern überqueren. Nachdem uns das gelungen ist fahren wir die Serpentinen geschmeidig entlang die sich in schönen Kurven an die Hänge schmiegen. Wir halten an einer Stelle, die Yoyo schon kennt und kommen ins Gespräch mit 2 Indern. Diese berichten uns dass wir aufpassen sollen, weil hier ein Elefant durch die kleinwüchsigen Wälder streift. Mulmig ist uns dabei schon etwas. Langsam setzen wir einen Schritt vor den anderen.

Picture courtesy H. G. Gruber

Wir haben extra eine Zone ausgewählt in der es weniger Begegnungen mit Tigern gibt, die hier auch ganz selten anzutreffen sind. Spuren von Elefanten entdecken wir dann auch recht schnell in Form von abgeknickten jungen Bäumen und niedergetrampelten Sträuchen. Aber es wird eine ruhige Wanderung werden ohne eine indische Elefantenbegegnung. Wir machen Pause an einem kleinen Bach und Yoyo nutzt gleich die Gelegenheit um in die indische Gumpe zu springen. Währenddessen mache ich es mir im Schatten gemütlich.

Picture courtesy H.G. Gruber

Bajans im Ramana’s Garden Children’s Home.

Für viele unserer Freunde ist es der letzte Abend in Rishikesh und diesen wollen wir mit einem Bajan, dem Singen von indischen Mantren ausgelassen feiern. Inmitten der Kinder des Ramana’s Garden Children’s Home stimmen wir ein in die einfachen Liedweisen und lassen uns von der Ausgelassenheit und Freude der Kleinen beim Singen und Tanzen anstecken.

Ich habe hier ein Bajanvideo des Sängers Tarana (#notsponsored) eingefügt zum mit Erleben und Singen:

Enjoy 🙂

Yoga und Ramana in Rishikesh

Über Freunde von uns werden wir auf das Ramana’s Garden Children’s Home aufmerksam gemacht. In Tiruvannamalai sind wir auf den Spuren des indischen Spirituellen Ramana Maharashi gewandelt und im Ashram haben wir wunderbare, meditative Erfahrungen in Stille erlebt. Deshalb freuen wir uns in Rishikesh wieder auf so einen Herzensplatz zu stoßen.

Picture courtesy M. Mann

Ramana ist der Schutzpatron des Ramana’s Garden Children’s Home. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung für Waisen mit einer angeschlossenen Schule und einem Biocafe um eine zusätzliche Einnahmequelle zu Gunsten der Kinder zu schaffen. Wir lernen im dortigen Cafe über Freunde den Yogalehrer Veer kennen und buchen gleich einige Kundalini Yogastunden bei ihm. Ich liebe Drehbewegungen und diesen Impuls nimmt Veer gleich in seine Stunde mit auf. Meine Faszien danken es mir nach dem langen meditativen Sitzen der vergangenen Wochen in Tiruvannamalai.

Picture courtesy H.G. Gruber
Picture courtesy H.G. Gruber

Hier also ein aktiver Aufruf in eigener Sache an alle die mal nach Rishikesh kommen wollen und dort auch Yoga machen wollen. Das kann man ganz wunderbar mit dem erfahrenen und herzlichen Veer machen. (#notsponsored und er hat mich auch nicht darum gebeten ;)) Er bietet sogar Yogastunden draußen am Ganges an. Namaste!

Bussi bussi: Münchenfeeling in Rishikesh

Picture courtesy M. Mann

Wir sind mit Freunden nach Rishikesh gekommen und in Gruppen lernt man in dieser weltoffenen und so bunten kulturellen Stadt wie Rishikesh viele spannende Persönlichkeiten kennen. Vor allem in den 3 Hotspots im Ganga View Cafe, dem Oasis Restaurant (siehe Bild) und dem Devraj Coffee Corner German Bakery & Restaurant (#notsponsored). Kaum zu glauben, aber hier bekommt man neben den indischen Köstlichkeiten auch German Cheesecake, Croissants und einen tollen Cappuccino. Und genau das spiegelt die indische Vielfalt wieder und präsentiert sich dabei als weltoffenes Land indem so viele Religionen und Kulturen Platz finden auf engstem Raum.

Wer den Marcus Rosenmüller Film „Beste Chance“ kennt, dem dürfte das Devraj Coffee Corner German Bakery & Restaurant am Ende des Films bekannt vorkommen. 🙂

Healthy food in Rishikesh

Wir wohnen im Hotel Damini (#notsponsored) mit einer wunderschönen Aussicht auf den Ganges. Rishikesh ist neben den zahlreichen Yogaausbildungsstätten auch das indische Mekka von Healthy food. Wir unternehmen heute einen Ausflug zur 2. bekannten Hängebrücke, die den Ganges überspannt, der Ram Jhula.

Picture courtesy H.G. Gruber

In einem der zahlreichen Restaurants kehren wir ein und gönnen uns einen grünen Detox Smoothie. Sehr lecker 🙂

Picture courtesy H.G. Gruber

Seelenfutter bei kalten Temperaturen

Ende Januar ist es noch sehr kalt in Rishikesh mit nächtlichen Temperaturen um die 0 Grad. Tagsüber bei Sonnenschein liegen die Temperaturen dann auch mal über 10 Grad und man kann spüren, dass der Frühling jeden Tag etwas näher kommt. In Indien gibt es in vielen Gebäuden keine Heizung, selbst in manchen westlich geprägten Restaurants. Aber wir sind gut mit Daunenjacken ausgestattet und lassen uns die kulinarischen Köstlichkeiten in unserer warmen Wandermontur schmecken.

Picture courtesy H.G. Gruber

Meine bayerische Schwiegermutter ist sehr an den vegetarischen Spezialitäten interessiert. Heute gibt es Sizzler, ein kleines, indisches Menu, das auf einem heißen Pfännchen serviert wird und aus 2 verschiedenen Gemüsecurrys mit und ohne Tofu, Reis, und Countrywedges besteht.

Picture courtesy H.G. Gruber

Hmm, lecker!!

Incredible India: in der Yogahauptstadt Rishikesh

Picture courtesy M. Mann

Incredible India lässt uns nicht mehr los. Und wir setzen unsere Reise in Richtung Rishikesh fort, nachdem wir eine wunderschöne Zeit in Tiruvannamalai erlebt haben. Wir fliegen also einmal quer über den Kontinent von Bangladesh über Delhi nach Dehradun. Von dort beginnt das „Voralpenland“ des indischen Teils unseres geliebten Himalayahs. Wir organsieren uns ein Taxi und erreichen in 90 Minuten die Yogahauptstadt Rishikesh.

Picture courtesy H.G. Gruber

Die Stadt ist wunderschön gelegen am Ganges, dem berühmten indischen Fluss, der die beiden Stadtteile trennt und nur über Brücken erreichbar ist. In Nepal haben wir schon erfahren wie belebt die Brückenüberquerung sein kann. Aber hier fahren sogar Mopeds über die Hängekonstruktion der Laxman Jhula während rechts und links auch schon mal Makaken (Neuweltaffen) an einem vorbei galoppieren können.

Die Passüberquerung am Thorung La

Es ist noch dunkel als wir uns auf den Weg machen. Die Nacht war unruhig aber wir hatten es warm. Wir ziehen zum ersten Mal auf dieser Strecke unsere Grödel an und klettern los zum ersten Stopp der Etappen, dem High Camp auf 4850m. Wir wollten dort nicht übernachten weil es sich auf dieser Höhe nicht gut schlafen lässt. Deshalb ist unsere Tour etwas länger aber zum Glück sind wir bisher von der Höhenkrankheit verschont geblieben.

Wir brechen bei trockenem Wetter auf und als wir im High Camp ankommen bricht die Sonne hervor. Wir gönnen uns einen Chai. Danach geht es weiter und wir schrauben uns mit kleinen Schritten in Richtung Pass durch den Schnee. Ich spüre die Höher immer deutlicher und muss viele Pausen machen.

Hans-Georg ist für mich der perfekte Taktgeber. Eine Stunde bevor wir den Pass erreichen kommt uns unser Bergführer Rambo entgegen und nimmt mir meinen Tagesrucksack ab. UNd auf einmal sehen wir Gebetsfahnen die dicht verknotet am höchsten Punkt der Annapurna Runde angebracht sind. Wir haben endlich den Thorung La erreicht.

Wir sind überglücklich, dass wir es geschafft haben. Es gibt sogar ein kleines Teehaus in dieser unwirtlichen Gegend und wir gönnen uns im Inneren etwas Ruhe vom stürmischen Wind und der Kälte. Von hier aus haben wir noch 7km und 1700Hm Abstieg vor uns.

Lange können wir hier oben nicht verweilen. Bei mir melden sich Kopfschmerzen und die Mittagszeit bricht an und das bedeutet dass das Lawinenrisiko steigt. Im Jahr zuvor gab es ein Lawinenunglück aufgrund einer unnatürlich warmen Wetterlage im Oktober 2014. Zu unserem jetzigen Zeitpunkt im März 2015 nehmen die Temperaturen stetig zu und haben natürlich einen schmelzenden Effekt auf die Schneemassen hier oben.

Als wir langsam absteigen sehen wir die majestätisch blauen Gletscher die uns umgeben und immer wieder hören wir das charakterisitische beeindruckende Knacken dieser Eisriesen. An einem Moment kommt zu dem Knacken auch ein Grollen hinzu und wir werden Zeuge von einem Lawinenabgang der sich gefühlt sehr nahe von uns erreignet obwohl wir in sicherem Abstand dazu sind. Mulmig ist uns bei diesem Anblick und lagsam geht es weiter durch den Schnee.

Hinter uns sehen wir eine Trekkinggruppe von jungen Israelis, die wir am Vortag auf dem Weg nach Thorung Phedi kennen gelernt haben. Wir werden bis nach Muktinath ihre ständigen Begleiter sein.

Endlich erreichen wir das schneefreie Charbabu, einem Restaurant auf 4200m Höhe. Mir geht es schon wieder besser. Auf der Veranda sehen wir unser Sherpateam sitzen. Rambo gratuliert uns und macht mir das Kompliment… „that I am a strong women.“ Von einem Sherpa dieses Kompliment zu bekommen ist für mich etwas ganz Besonderes. Als wir endlich den Pilgerort Muktinath erreichen sind wir überglücklich. Die Israelis decken sich bei ein paar Saddhus mit „Spezialitäten“ ein und kehren im Hotel Bob Marley ein. Uns zieht es in ruhigere Gefilde. Die heisse Dusche ist ein Segen und absolut überglücklich lassen wir den Trekkingtag vor unserem inneren Auge nochmal vorbeiziehen. Es ist einer der Höhepunkte in meinem Trekkingleben.