Cherry Blossoms in Tokyo

Wir sind gut in Japan angekommen und obwohl wir von der langen Reise müde sind machen wir uns auf in den Ueno Park um uns die wunderschönen blühenden Kirschbäume anzuschauen. Als wir dort zur Mttagszeit ankommen sehen wir Japaner auf blauen Plastikplanen unter wunderschönen blühenden Bäumen sitzen.

Picture courtesy M. Mann
Picture courtesy H.G. Gruber

Aus Angst, dass diese fragile Blütenpracht vor unseren Augen verschwindet starten wir unsere Serie von 100erten Kirschblütenfotos. In den kommenden Tagen werden wir noch genügend Gelegenheiten haben, die japanischen Kirschbäume zu bestaunen. Für diese Erfahrungen sind wir sehr dankbar: Arigato gozaimasu 🙂


Familie Bitukura ganz nah!

Unser Guide steht in Kontakt mit dem Suchtrupp, der vorausgegangen ist um die Gorillafamilie Bitukura für uns aufzuspüren. Der Wald ist nicht ganz so dicht wie ich ihn mir vorgestellt habe und unsere Ranger schlagen den Weg mit Hilfe von Macheten frei.

Picture courtesy H.G. Gruber

Werden wir unseren nächsten Verwandten, neben den Schimpansen und Bonobos heute begegnen? Auf einmal hören wir ein tierisches Brüllen. Wir werden Zeuge wie einer unserer Ranger über einen Gorilla gestolpert ist. Es handelt sich bei dem Affen um das älteste Mitglied derr Bitukurafamilie. Und er ist natürlich nicht erfreut darüber, dass er während des Frühstückens von einem Menschen über den Haufen gerannt wird. Der Ranger schnappt sich einen schmalen Stock und macht als dominante Geste kurz vor dem Affen ein paar dominante Schläge ins Dickicht.

Picture courtesy H.G. Gruber

Tatsächlich hilft diese Handlung. Der graue Gorilla verschwindet in den Wald. Die tolpatschige Art des Rangers hat uns inmitten von Familie Bitukura gebracht. Langsam nähern wir uns der Gorillagruppe. Sie besteht aus 13 Familienmitgliedern. Einem dominanten Silberrücken, 2 juvenilen Silberrücken, 5 Weibchen, 4 Jungtieren und dem grauen Silberrücken, den wir bereits kennen gelernt haben.

Picture courtesy H.G. Gruber

Die Tiere grasen friedlich um uns herum. Wir halten zwar den Abstand von 7m ein aber die Tiere nähern sich uns freiwillig. Vielleicht stehen wir Ihnen im Weg. Ein Gorillaweibchen schiebt sich an mir vorbei. Ein Gorillababy turnt auf seiner Mutter herum und ich kann nur darüber staunen wir sehr wir Menschen uns diesen wunderbaren Geschöpfen ähneln.

Picture courtesy H.G. Gruber

Auf Besuch bei der Familie Bitukura

Wir sind endlich im Bwindi Impenetrable National Park angekommen. Dort erwartet uns eine wunderschöne Begegnung auf die wir uns schon sehr lange freuen. Wir haben eine Berggorillatour gebucht und werden uns auf die Spuren der Gorillafamilie Bitukura machen. Das ist eine von zwölf Gruppen, die in diesem Nationalpark lebt und an den Menschen gewöhnt ist.

Picture courtesy H.G. Gruber

Zur Einführung erhalten wir ein paar Verhaltensregeln von den Rangern. Wir müssen einen Sicherheitsabstand von 7m einhalten und im Falle einer Machtdemonstration durch den Silberrücken, dem Alphatier der Familie, müssen wir den Blickkontakt vermeiden, unseren Fluchtreflex unterdrücken und uns demütig vor dem Tier verbeugen. Das klingt erst einmal einschüchternd, wird bei uns aber nicht vorkommen und ist in all den Jahren mit Touristenbegegnungen, soweit ich es weiss, nicht vorgekommen. Man darf die Tiere maximal 30min am Tag besuchen um eine Ansteckungsgefahr von Mensch zu Tier mit gefährlichen Keimen zu minimieren.

Es gibt keine Garantie, dass man die Tiere zu Gesicht bekommt. Der Name des Parks Bwindi Impenetrable National Park, ist nicht umsonst so gewählt. Aber die Ranger sind gut miteinander vernetzt und bevor die Tour losgeht hat sich für uns ein Spähtrupp auf den Weg gemacht um den Abstand zwischen den Tieren und uns zu verkleinern. Wir werden Gorillas sehen. Und wie es dazu kam erfahrt ihr im nächsten Beitrag. 🙂

Die Urangst vs German Angst

Picture credit H.G. Gruber

Wir schlagen unsere Zelte im Ishasha National Park auf und freuen uns auf eine weitere Campingnacht in der afrikanischen Savanne. Bei guter Unterhaltung am Lagerfeuer mit Geschichten und Witzen aus Deutschland bzw. Uganda werden wir bald müde und machen es uns in unserem Zelt zum Schlafen gemütlich. Das Feuer bleibt an und zwei Ranger aus dem Park halten Wache. Kurz lausche ich noch den nächtlichen Geräuschen und schlafe dann seelig ein.

Mitten in der Nacht werde ich aus dem Schlaf gerissen. Schlaftrunken versuche ich mich zu orientieren und herauszufinden was mich aufgeweckt hat. Die Antwort folgt sofort in Form eines markerschütternden Löwengebrülls. Ich habe so etwas noch nie gehört. Der Löwe muss sich ganz in unserer Nähe aufhalten. Ich spüre meine Angst im gesamten Körper. Yoyo ist auch wach geworden. Wir einigen uns darauf im Zelt zu bleiben und beruhigen uns etwas als wir bemerken, dass das Feuer flackert und die Ranger anwesend sind und sich leise unterhalten.

Wir lauschen gebannt in die Nacht, aber ein weiteres Löwenbrüllen bleibt aus. Es dauert noch eine ganze Weile bis wir uns beruhigen und irgendwann erschöpft in den Schlaf fallen. Am nächsten Morgen sind wir dankbar, dass wir die Nacht gut überstanden haben. Das Angstgefühl sitzt mir noch in den Knochen. Die Ranger erzählen uns von einem Löwen der sich auf der anderen Seite unseres Flusses, in ca 50m Entfernung aufgehalten hat. Aufgeregt begrüßen wir Frank, der von alldem anscheinend nichts mitbekommen hat. Und das glaube ich ihm nicht, weil ein Löwengebrüll eines der lautesten Laute im Tierreich ist und er ohne Ohrstöpsel geschlafen hat. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf den neuen Tag und legen für uns fest, dass wir nicht mehr zelten wenn es im National Park Raubkatzen gibt.

Im Nachhinein finde ich diese Erfahrung sehr wertvoll. Sie hat mich eine tiefe ursprüngliche Form von Angst erleben lassen: eine lebensbedrohliche Angst. Ob das nun so war oder nicht weiss ich nicht aber es relativiert jede Form von Angst oder Sorge, die man im Alltag in Deutschland erlebt! Es gibt den Begriff der German Angst, den man vielleicht mit Zögerlichkeit und wenig Risikobereit übersetzen kann und letztlich auch eine Form von Angst ist. Sie hat aber nichts mit der Angst ums nackte Überleben zu tun, wie Sie unsere afrikanischen Vorfahren hatten.

Sorgen und Angst können sich negativ auf unsere Körper auswirken. Vielleicht mache ich dazu mal einen Beitrag. Was ich für mich gelernt habe ist meine German Angst zu reflektieren. Das bedeutet, dass ich mir in bestimmten Situationen aktiv die Frage stelle, wie viel Sorgen ich mir darüber machen muss. Ist die Situation wirklich so bedeutsam und kann ich wirklich wissen in welche Richtung Sie sich entwickeln wird? Oft weiss man es nicht aber man fühlt sich gestresst deswegen. Und für diese Differenzierungsmöglichkeit der Angst bin bin ich dem Löwen tatsächlich sehr dankbar!

Löwen, die auf Bäume klettern

Der König der Tiere schläft nicht nur unheimlich viel, er ist auch im entscheidenden Moment reaktionsschnell und tödlich. Löwen können aber auch akrobatisch sein und sind in der Lage auf Bäume zu klettern.

Wir sind im Ishasha Nationalpark, ein Teil des berühmten Queen Elizabeth Nationalparks im Osten von Uganda. Frank, unser akfrikanischer Guide mag diesen Teil des Nationalparks sehr, weil er weniger besucht wird und man die Gelegenheit hat Löwen zu beobachten, die auf Bäume kletttern können.

Am Tag unseres Besuches erhalten wir leider nicht die Möglichkeit auf diese Tierbeobachtung aber wir erleben dafür eine große Vielfalt an anderen Tieren und Pflanzen inmitten einer wunderschönen afrikanischen Steppe.

Picture courtesy H.G. Gruber

Diese Bild ist eines meiner liebsten, weil es die Landschaft so schön einfängt und das Symboltier Ugandas, den Ugandakob so friedlich beim grasen zeigt. So lange die Löwen auf den Bäumen sind liegt ein friedlicher Zauber über der Steppe.


Löwen und sich paarende Uganda Kobs

Wir sind im Queen Elizabeth Nationalpark im Nordwesten von Uganda und heute machen wir unsere erste Safari per Auto. Im Auto ist es nicht nur bequem. Die Tiere haben evolutiv gesehen nicht die negativen Erfahrungen gemacht wie mit zu Fuß herannahenden Menschen, deshalb bleiben die Tiere oft an Ort und Stelle wenn man mit dem Auto heranfährt. Am Toreingang hat Frank einen Tipp für eine schöne Tierbeobachtung bekommen und bringt uns an diese Stelle.

Picture courtesy H.G. Gruber

Wir sehen dort faulenzende Löwen auf der einen Seite und eine Gruppe von Uganda Grasantilopen, aka Kobs auf der anderen Seite. Die Löwen stellen wohl keine Gefahr dar für die grasenden Antilopen. Trotzdem isst es spannend die Jäger und ihre Beute so nah beieinander zu sehen. Die Kobs sind sogar so tiefentspannt, dass Sie sich in nächster Nähe miteinander paaren. Yoyo zügt gleich seine Kamera und macht ein paar gelungene Aufnahmen.

Picture courtesy H.G. Gruber

Die Löwen bleiben unbeeindruckt. Sie sind Meister im Ausruhen und Schlafen. Sie kommen auf bis zu 13 Stunden Schlaf. Und das brauchen Sie auch um vorallem nachts auf die Jagd zu gehen.

Glücklich über die gelungene Tierbeobachtung genießen wir bei einem Sundowner die afrikanische Landschaft. Jambo Uganda

Auf Schimpansenbesuch im Kibale Forest National Park

Picture credit Miriam Mann

Wir sind in Uganda im Kibale National Park um uns auf die Suche nach unseren nächsten Verwandten zu machen: den Schimpansen

Das Erbgut von Homo sapiens sapiens (also uns) und den Schimpansen ist zu 98% identisch. Und wer schon einmal eine Schimpansenmama mit ihrem Baby beobachtet hat, dem wird unsere enge Verwandschaftsbeziehung schnell verdeutlicht. Der Nationalpark liegt in einer Schlucht in die wir mit dem Ranger hinabsteigen. Unten angekommen begegnen wir einer japanischen Reisegruppe der es nicht gelungen ist Schimpansen zu sehen. Wir lassen uns davon nicht demotivieren und wandern durch den wunderschönen Dschungel. Unser Ranger ist mit einem Kollegen über ein Walkie Talkie verbunden und erhält Kommandos wohin wir gehen sollen. Und wir haben Glück: nach einer halben Stunde entdecken wir zwei Schimpansen die es sich mitten auf unserem Weg gemütlich machen.

Picture credit Hans-Georg Gruber

Beide Tiere sehen aus wie ein Opa und sein Enkel 🙂

Picture credit Hans-Georg Gruber

Der Enkel rollt sich über den Boden und ist ganz verspielt. Allerdings lässt uns das Jungtier nicht aus den Augen. Der ältere Affe mit seinem ergrauten Rückenfell bleibt in Distanz und beobachtet uns. Wir beobachten zurück und machen hin und wieder ein paar Fotos. Der Ranger führt uns etwas näher an die Tiere heran. Auf einmal fängt der Graue an zu brüllen und mit seinen Affenpranken auf einen Baumstamm zu trommeln. Der Affe ist vielleicht 1m groß, aber die Kraft die von seinen muskelbepackten Armen ausgeht, beeindruckt uns sehr. Nach kurzer Zeit beruhigt er sich wieder und zieht mit seinem kleinen Enkel weiter. Wir sind sehr glücklich, dass wir die Chance auf so eine wunderbare Begegnung erleben durften!!

Walking Safari Tour im Mburo National Park

Picture courtesy: H. G. Gruber

Nach unsere ersten Campingnacht geht es am frühen Morgen los mit unserer Walking Safari Tour. Die Stimmung am Morgen in der afrikanischen Savanne ist etwas Besonderes. Zebras fressen die taubehangenen Halme ab. Eine Horde Wasserbüffel wandert gemächlich durch den Park, vorbei an Wasserböcken, die ihre riesigen Hörner vorbei an Ästen lotsen um an das Gras zu kommen. Es liegt eine friedliche Stille über der Tier und Pflanzenwelt. Von Weitem sehen wir die seltene Elanantilope. Und auf einem Ast sitzt ein kleiner Eisvogel und ruht sich aus. Oder er spät nach einem Insekt.

Picture courtesy H.G. Gruber
Picture courtesy H.G. Gruber

In Sambia haben wir unsere erste Walking Safari Tour gemacht und seitdem nutzen wir jede Gelegenheit, die es gibt um den afrikanischen Tieren zu Fuß näher zu kommen. Als wir von unserer Wanderung zurückkommen hat Frank unser Lager schon abgebaut, so dass wir startklar sind für den nächsten National Park. Es geht zum Kibale Forest National Park. Dort werden wir unsere nächsten Verwandten treffen; die Schimpansen.

Campen bei den Nilpferden

Es ist unsere erste Nacht im Zelt im Lake Mburo Nationalpark Wir haben unsere Zelte direkt an einem See aufgeschlagen und nun lauschen wir beim Einschlafen den Tierlauten um uns herum. Mir klingen noch die Worte in den Ohren von Frank, unserem ugandischen Guide, dass die Tiere unsere Stoffzeltplanen als Höhle respektieren und er bisher nur gute Erfahrungen mit dem Campen in den Nationalparks gemacht hat. Ich möchte nicht unsanft von einem nächtlichen Geräusch geweckt werden, deshalb schlafe ich mit Oropax in den Ohren ein. Ich wache mitten in der Nacht auf, nehme meine Ohrstöpsel aus den Ohren und lausche in die Nacht. Um uns herum höre ich ein zufriedenes Brummen und Grasen. Eine Herde Nilpferde ist aus dem Wasser gekommen und lässt sich das Gras um unseren Zeltplatz schmecken. Und es ist wie Frank gesagt hat; die Tiere halten Abstand zu unseren Höhlen und mampfen genüsslich ihre Chlorophylleinheiten.

Das rhythmische Grasen beruhigt mich und ich schlafe wieder ein. Am nächsten Morgen nehmen wir unser Frühstück am See ein und begrüßen unsere nächtlichen Besucher, die sich mit der aufgehenden Sonne wieder ins Wasser zurückgezogen haben.

Jambo beautiful Uganda

Picture courtesy H.G. Gruber

Wir sind gut an der Grenze zwischen Ruanda und Uganda mit dem Bus angekommen und treffen unseren afrikanischen Guide Frank. Er wird uns die nächsten 2,5 Wochen mit seinem Bus an die tollsten Nationalparks bringen.

Yoyo legt sich seine Kameraausrüstung zurecht und dann kann es losgehen. Als erstes steuern wir den Lake Mburo Nationalpark an.

Picture courtesy M. Mann

Als wir durch den Park fahren werden wir von einem Warzenschweinfrischling zögernd „willkommen geheißen“. 🙂

Picture courtesy H. G. Gruber

Wir sehen Herden von Zebras, verschiedenste Antilopenarten und Nilpferde. In diesem Park gibt es keine Löwen, deshalb können wir die Nacht campen und für den kommenden Morgen eine Walking Safaritour buchen.

Unter dem afrikanischen Sternenhimmel sitzen wir am Lagerfeuer und planen den morgigen Tag. Dabei dürfen Lagerfeuergeschcihten und Witze nicht fehlen.

Nach unseren wunderschönen Erfahrungen in Sambia und Botswana, freuen wir uns riesig darauf neue Abenteuer in Uganda erleben zu dürfen.