Ein Krokodil und zwei Eindrücke

Picture credit Hans-Georg Gruber

Wir sind auf einer Bootstour im Chobe Nationalpark. Diesmal machen wir eine Tour mit einem kleineren Boot, das Platz für 12 Leute hat. Es liegt tiefer im Wasser, was den Vorteil hat dass man näher am Tiergeschehen sitzt. Allerdings habe ich nicht mit der Kontaktfreudigkeit des Bootsführers zu allen Tieren gerechnet. Und da wir vorne am Boot sitzen, bin ich not amused als unser Guide direkt zum Wasserufer steuert um uns ein Krokodil zu zeigen. Und meine Erwartungen werden noch übertroffen als er richtig nah an das Krokodil heranfährt.

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Instinktiv stehe ich auf und gehe nach hinten, was gleich mit einem Gelächter unserer Aussifreunde von hinten quittiert wird. It’s just a crocodile, don’t be scared, schreit mir einer der Australier entgegen. Culture clash at its best. Aus Australien kommen die furchtlosesten Menschen. Und wenn man mit dieser beeindruckenden Fülle an Wildlife aufwächst, dann lässt einen das natürlich kalt wenn man auf Tuchfühlung mit dem Krokodil geht. In Deutschland gibt es keine Krokodile im Vorgarten und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass der schlafende Freund vor uns nicht ungefährlich ist. Es fehlt noch, dass einer der Australier aussteigt und das Krokodil anstupst um zu sehen wie tief es schläft. Das passiert aber nicht, auch weil wir hier real sind und nicht wie es im Fernsehen oft passiert, Tiere in ihrer Ruhe stören. Wir machen ein paar tolle Bilder von diesem beeindruckenden Vorfahren der Dinosaurier und setzen unserer Fahrt bald fort.

Pumba, ich mag dich!

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Zu meinen Lieblingstiere in der afrikanischen Savanne gehören ganz klar die wuseligen Warzenschweine. Und seit ich mitbekommen habe, dass Sie sich in Gruppen formieren können um Hyänen zu vertreiben, bin ich noch mehr gefeselt von diesen afrikanischen Schweinchen. Sie sind sofort bereit ihre großen Hauer zur Verteidigung gegen Fressfeinde einzusetzen. Kommt es jedoch unter untereinander zu Keilereien, werden die Kämpfe nur von Stirn zu Stirn und ohne Einsatz ihre Hauer ausgetragen.

Die Warzenschweine gehören zur Familie der echten Schweine und Sie lieben es sich im Schlamm zu wälzen um Parasiten zu vertreiben und sich vor Fressfreinden damit zu tarnen.

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Sie haben auch eine besondere Art zu fressen. Sie rutschen entlang des Bodens um zu grasen. Dabei stützen Sie sich auf ihre Vorderpfotengelenke und schieben sich so über den Boden. Es macht immer wieder Freude ihnen dabei zuzusehen.

Warum reissen Nilpferde ihr Maul so weit auf?

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Wir sind auf einer Bootssafari im Chobe National Park und staunen wieder einmal über diesen neuen, tollen Safaritag. Heute haben wir vor allem die Nilpferde im Blick. Ein Flusspferd kann zwischen 3 bis 5,5 m groß werden und zwischen 1,3 und 1,5 Tonnen wiegen. Nilpferde verbringen den größten Teil des Tages im Wasser und kommen bei der Abenddämmerung an Land um zu grasen und zu schlafen. Tagsüber gibt es auch kurze Grasphasen aber nicht lange weil die afrikanische Sonne der dünnen Nilpferdhaut schadet.

Sie sind soziale Herdentiere und können in großen Kolonien von bis zu 15o Tieren vorkommen. Während der Trockenzeit kommt es zu Territorial- und Fortpflanzungskämpfen zwischen den Männchen, wenn durch den niedrigeren Wasserstand der Platz für die Herdentiere reduziert wird.

Sieht man allerdings Nilpferde im Wasser, die ihr Maul im bis zu 150° Grad großen Winkel aufreissen, dann muss man sich laut dem San Diego Zoo nicht fürchten weil es sich hierbei um eine sog. passive Drohgebärde handelt. Beeindruckend ist die Drohgebährde auf alle Fälle.

Noch mehr Fellfarbtheorie

Das Thema Tierfell fesselt mich nach wie vor. Falls ihr euch den Artikel im National Geographic durchgelesen habt, dann habt ihr schon erfahren, dass die Farbe des Fells bzw. der Haut von den Melanozyten ausgeht. Diese Pigmentzellen sitzen entweder im Tierfell in den Haarfollikeln oder in der Haut neben den Follikeln. Die Verteilung der Melanozyten ist bei den Tieren ganz unterschiedlich, wie wir schon im vorangegangenen Artikel gesehen haben.

Bei Raubkatzen ist die Pigmentierung innerhalb der Familien unterschiedlich angelegt. Bei Geparden, die nicht der Gruppe der Großkatzen angehören sondern der Kleinkatzen, ist die Haut uniform hellbraun, wohingegen Tiger und Leoparden eine pigmentierte Haut haben. Löwen gehören wie die Tiger, Leoparden und Jaguaren zur Familie der Panthera, den Großkatzen und würden nach dieser Theorie eine ähnliche Fleckfärbung der Haut aufweisen wie ihre Fell wenn Sie denn gefleckt wären. Das sind Sie aber nicht aber ein Foto von diesen wunderbaren Tieren kann hier nicht schaden 🙂 Wir haben das Foto in Uganda im Queen Elizabeth National Park gemacht. Enjoy!

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Wie sieht die Haut des Zebras aus?

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Wir sind auf einer Safaritour im Chope National Park und fahren an einer Gruppe Zebras vorbei. Unser Guide stellt uns die Frage ob diese Tiere eine weiße Haut mit schwarz-weißem Fell hat oder eine schwarze Haut. Ich habe keine Ahnung. Unser afrikanischer Guide vertritt die Meinung, dass Zebras eine schwarze Haut haben. Da ich keine Ahnung habe recherchiere ich darüber und finde einen Artikel im National Geographic. Darin werden die unterschiedlichen Färbestrategien der Natur bei Tieren aufgelistet. Das Zebra hat eine schwarze Haut und ein schwarz-weiß gestreiftes Fell.

Giraffen haben eine leicht gebräunte Haut und hell und dunkelbraun pigmentiertes Fell.

Ganz spannend finde ich die Hautpigmentierung beim Eisbären. Denn unter seinem weißen Fell verbirgt sich eine schwarze Haut. Damit kann er das Sonnenlicht besser absorbieren. Das Eisbärenfell ist aber nicht wirklich weiss sondern durchsichtig, damit die Sonnenstrahlen besser die Haut erreichen kann. Das Licht innerhalb des Haares wird so gestreut, dass es als weißes Haar erscheint. Ein toller Kurzausflug in die Physik, oder?

Das besondere Trinkverhalten von Giraffen

Wir fahren nach unserer Walking Safaritour mit unserem Guide Toni in Richtung Ausgang des Mosi-oa Tunya Nationalparks. Die Abendsonne hüllt die Natur in ein wunderbares afrikanisch-rotes Licht ein. Auf einmal tritt aus dem Dickicht eine Giraffe hervor.

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Das ist meine erste Beobachtung einer Giraffe in der freien Wildbahn!! Es handelt sich um ein Giraffenweibchen. Weibliche Giraffen sind im Vergleich zu männlichen Giraffen leichter und haben kleinere Hörner mit Fellbüscheln. Die Giraffe schreitet ohne Scheu an uns vorbei zu einem nahe gelegenen Wasserloch. Sie spreizt ihre Beine wie zu einem Knicks und senkt ihren langen Hals damit Sie trinken kann. Sobald Sie genügend Wasser aufgenommen hat schnellt ihr Kopf wieder in die Höhe. Giraffen haben den höchsten Blutdruck unter allen Tieren, damit das Herz in der Lage ist das Blut in die obere Halspartie und in den Kopf zu pumpen. Beim trinken schießt also viel Blut bei einem hohen Puls in den Kopf, weil der Kopf unterhalb des Herzens verweilt. Deshalb schnellt der Kopf so ruckartig in die Höhe wenn die Giraffe ihren Trinkvorgang beendet hat.

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Wir verlassen das wunderschöne Tier und tauschen uns beim anschließenden Sundowner über diese tolle Safari aus.

Schwimmende Elefanten in Botswana

Wir machen eine Bootssafari im Chobe National Park auf dem Cuandofluß. Im Moment herrscht die Trockenzeit. Deshalb kommt es an diesem wasserreichen Fluss zu einer großen Versammlung der akfrikanischen Tiere aus Sambia, Namibia, Botswana und Zimbabwe. Wir sehen große Herden von Wasserbüffeln und Nilpferden. Elefanten und Wasserböcke trinken friedlich nebeneinander, während ein Fischadler über ihre Köpfe hinwegfliegt.  Es gibt zahlreiche seltene Vögel, die manchmal Rast machen auf einem Krokodil oder einem Bachelorwasserbüffel.

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Auf einmal sehen wir aus der Ferne eine riesige Herde Elefanten an einem Wasserlauf eintreffen. Es müssen an die 100 Tiere sein, die sich langsam nebeneinander an der Wasserstelle aufreihen und durstig trinken. Einige Elefanten setzen sich von der Gruppe ab und laufen entlang des Strandes. Als Sie eine günstige Stelle entdeckt haben fangen die Tiere an zu schwimmen. Immer mehr Tiere folgen den Leitkühen. Wir beobachten zwei Elefanten wie Sie ein junges Kalb beim Schwimmen unterstützen.

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Wir können es kaum glauben. Das ist keine virtuelle David Attenborough Fernsehfolge sondern wir sind live bei diesem tollen Naturschauspiel mit dabei!! Total glücklich kehren wir zu unserem Camp zurück.

Abkühlung am breitesten Wasserfall der Erde.

Picture credit Hans-Georg Gruber

Heute besuchen wir die Victoriafälle. Staunend stehen wir vor dieser kilometer, langen Wasserwand, die eine natürliche Grenze zwischen den Staaten Sambia und Simbabwe bildet. Man hat uns gesagt dass die Fälle im Frühjahr noch spektakulärer sind, aber selbst mit 1/50 des Wasser aus dem Fluss Sambesi, sind wir immer noch beeindruckt von Mosi-oa-Tunya, dem donnernden Rauch wie ihn der afrikanische Stamm Makololo nennt. Das Donnern hört man schon von Weitem und der Rauch in Form von Wasserdampf ist eine willkommende Abkühlung in der warmen Mittagszeit.

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Wasserdampf und Sonne? Dann muss es doch auch Regenbögen geben. Und tatsächlich werden wir schnell fündig und können einen fotografisch festhalten.

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Es wird oft empfohlen die Viktoriafälle im April und Mai zu besuchen. Falls das aber für euch nicht möglich ist, dann könnt ihr das beeindruckende Spektakel auch gut im August und September anschauen. Wir würden es wieder so machen.

Trinkende Elefanten im Chobe National Park

Wir fahren mit einem Boot den wunderschönen Cuando Fluss im Chobe National Park entlang. Es ist Mittagszeit und die Nilpferde und Wasserbüffel grasen und baden. Auf einmal erreicht eine riesige Elefantenherde den Fluss. Es müssen an die 50 Tiere sein und langsam und geduldig reiht sich ein Tier neben dem anderen auf um trinken zu können.

Von Sambia nach Botswana

In Sambia ist es zu trocken für die Tiere. Tony unser Guide empfiehlt uns deshalb den Tieren zum Chobe National Park zu folgen. Wir starten also unser Reise nach Botswana, denn dort liegt der Park an der Flussmündung des Sambesi, der hier die 4 Länder Botswana, Sambia, Namibia und Simbabwe miteinander verbindet.

Um über den Fluss zu kommen nehmen wir die Kazungula Fähre. Die Fähre nimmt sowohl Fußgänger als auch Autos und LKWs mit.  Es passt auch nur ein LKW pro Überfahrt auf die Fähre. Die Schlange der wartenden Autos und LKWs ist sehr lang. Zum Glück haben wir heute nicht unseren LKW dabei sondern sind mit dem lokalen Buschtaxi angereist.

Auf der Fähre halte ich nach Krokodilen und Nilpferden Ausschau. Aber beide Spezies bleiben bei den Mittagstemperaturen dann doch lieber unter Wasser.

Wir kommen gut auf der anderen Seite an und freunden uns mit zwei israelischen Jungs an, die uns mit ihrem Auto zu unserer nahe gelegenen Unterkunft fahren. Tony hat uns den Tipp gegeben, dass man bei Thebe River Safaris schön und preiswert übernachten kann. Müde und glücklich darüber, dass wir gut und unkompliziert angekommen sind, sinken wir auf die gemütlichen Betten.