Zen Gartenliebe in Kyoto

Picture courtesy M. Mann

Kyoto is all about temple and gardens, you will see, erzählt uns Meshida während seiner Comedy Show über die japanischen Eigenarten und Traditionen. Und nun, sitzen wir im Shinkanzen von Tokio nach Kyoto und sind schon gespannt auf diese japanisch traditionelle Stadt. Und Sie gefällt uns sehr gut. Wir haben ein größeres Hotelzimmer als in Tokio mit einer eigenen Küche und die Lage ist etwas außerhalb und ruhiger als im Zentrum. Hier fahren wir mit dem Bus. Und es zieht uns gleich in den errsten Tempel. Den berühmten goldenen Tempel. Den zweiten Garten den wir anschauen gefällt uns aber besser. ER gefällt uns sogar sehr gut obwohl sich hinter uns die amerikanischen und französischen Touristen vorbei schieben. Im Ryonjii Temple kann man auf einer Holztreppe meditativ sitzen und den Steingarten betrachten. Wir spüren eine ausgeglichene Ruhe die wir seit incredible India nicht mehr gespürt haben.

Vor uns liegt ein gerechtet Kiesboden in den Inseln mit großen Steinen und Bonsais eingelassen sind. Yoyo findet den Kiesboden vergleichbar mit dem inneren Raum und die Inseln sind Gefühle, Empfindungen und Gedanken die innerhalb des Raumes ihre Wellen schlagen. Das ist en wunderschönes Bild, wie ich finde. Umrahmt wird der Garten von einer Lehmwand, die über die Jahrhunderte ihrer Existenz mit der Zeit ihre Form und Farbe geändert hat.

„Es sind 11 Steine, man kann aber nicht alle auf einmal sehen“, höre ich einen deutschen Touristen hinter mit erzählen. Ich bin erstaunt, wie tief ich in die Stille in diesem Garten eintauchen kann und auch dankbar einen inneren Rastplatz gefunden zu haben. Hier kommen wir sicher noch einmal hin.

Das Kathmandu Besisahar Busrennen

Picture courtesy H.G. Gruber

Wir werden die Anna Purna Umrundung von der nepalesischen Stadt Besisahar zu Fuß aus beginnen. Die Stadt liegt 176km von Kathmandu entfernt und kann mit einem Reisebus in ca. 5 Stunden erreicht werden. Um einen zeitlichen Puffer auf unserer Reise zu haben brechen wir morgens früh auf. Wir brauchen allein 1 Std. um aus der Stadt Kathmandu auszureisen. Als wir den Prithvi Highway erreichen, fallen mir immer wieder bunt bemalte LKWs und Busse auf.

Die hinduistische Göttin Durga, die auf einem Tiger reitet, steht für Achtsamkeit und ist die Schutzheilige der Strassen. Unser Fahrer scheint sich voll auf die Göttin zu verlassen, ohne scheinbar selber achtsam zu fahren. Er liefert sich riskante Überholmanöver mit anderen Fahrzeugen. Passanten und Radfahrer, die auch auf dem Highway unterwegs sind werden mit nur geringem Abstand überholt. Er ist aber nicht der Einzige mit einem riskanten Fahrstil. Ein klassischer Fall von deutschem und nepalesischem Culture Clash in Sachen Fahren. Besonders gern überholt unser Fahrer andere Reisebusse. Den Überholvorgang kündigt er kurzfristig an mit einem Hupen und bringt seinen Bus in Schräglage um in einem Affentempo den vor ihm fahrenden Bus zu überholen. Wahrscheinlich ist das die Konkurrenz. Ich mag gar nicht auf die Strassenseite schauen wo sich immer wieder Fussgänger gefährlich nah aufhalten.

Ein Highway in Nepal bedeutet auch nicht, dass die Strassen breit und gerade verlaufen sondern eng und kurvig verlaufen. Ich habe aufgehört zu zählen wieviele Reisebusse wir überholt haben bzw. wir im Gegenzug auch schon überholt wurden. „Horn Ok Please“ steht auf allen größeren Gefährten und bedeutet, dass manhupend auf sich aufmerksam macht, wenn man ein Auto überholen möchte. Gerade wurden wir wieder von einem Reisebus überholt. Es war ein unnötiges Manöver weil der Bus an einer Autobahnraststelle abbiegt. Unser Fahrer schließt sich seinem Vordermann an und biegt ebenfalls auf den Rastplatz ab. Am Parkplatz angekommen begrüßen sich beide Fahrer. Es stellt sich heraus dass beide Fahrer zum gleichen Busunternehmen gehören und in Kolonne nach Besisahar fahren. Beide Fahrer wechseln sich seit ihrer Abreise aus Kathmandu in ihren Überholmanöver ab. Das wird noch bis Besisahar so weiter gehen. Auf dem Weg dorthin rasten wir noch ein weiteres Mal.

Am späten Nachmittag gelangen wir dann endlich sicher in Besisahar an, dem Tor zu unserem Anna Purna Trekking.

Elektrotechnik in Kathmandu

H.G. Gruber

Mein Vater ist Elektrotechniker und deshalb überrascht es nicht, dass wir auf unseren Reisen weltweit Fotos aufnehmen um Kabelkunstwerke zu dokumentieren. Ein Fundstück haben wir für die Nachwelt festgehalten. 🙂

Namensverwirrung bei der Hotelbuchung

Wir werden das Annapurna Trekking mit einem befreundeten Päarchen von uns machen. Vor Antritt der Reise haben wir uns gemeinsam um unsere erste Unterkunft in Kathmandu gekümmert. Die weiteren Unterkünfte werden wir vor Ort, ab unserem Ausgangspunkt Besisahar organisieren. Auch unseren Guide werden wir vor Ort ausfindig machen. Müde aber glücklich kommen wir in unserer Unterkunft im Kathmandu Garden Home an und bitten den Rezeptionisten uns Bescheid zu geben sobald unsere Freunde angekommen sind. Kurz darauf melden Sie sich und geben uns ihre Zimmernummer durch. Wir suchen das richtige Stockwerk und klopfen freudig erwartend an die Tür. Ein indischer Gast öffnet Sie uns und wir entschuldigen uns für die Störung.

Mittlerweile haben unsere Freunde herausgefunden, dass wir in unterschiedlichen Hotels wohnen. Sie wohnen im Kathmandu Garden House. Glücklicherweise befindet sich das Hotel nur einen Block entfernt von uns. Gemeinsam glücklich trinken wir unseren ersten Sundowner in Kathmandu

Auf der Suche nach einem guten Dauenschlafsack

Wir haben uns früh ins Getümmel von Thamel begeben um uns mit Outdoorausrüstung einzudecken. In Kathmandu kann man sehr gute und günstige Ware finden sofern man Daunen von synthetischem Füllmaterial unterscheiden kann. Wir werden fündig bei einer Nepalesin, die dem berühmten Bergvolk der Sherpas angehört. Ich weiss leider nicht mehr den Namen des Geschäftes.

Wir erstehen zwei sehr gute Daunenschlafsäcke, für die wir auf 4500m Höhe am Thorang Pedi noch sehr dankbar sein werden. Zusätzlich kaufen wir eine Daunenjacke und Daunenhandschuhe. Nach unserer erfolgreichen Shoppingtour gönnen wir uns ein spätes Mittagessen.

Picture courtesy H.G. Gruber

Wir sind erfahrene Bergsteiger und verfügen über eine sehr gute Wanderaustattung. Aus diesem Grund war unsere Einkaufsliste für Thamel nur auf die oben genannte Daunenkleidung beschränkt. Informiert euch im Vorfeld welche Ausrüstung ihr für ein Trekking im Himalaya benötigt. Wanderschuhe und solide Outdoorkleidung sind ein Muß neben der nötigen Wanderapotheke, die auch aus Mitteln gegen die Höhenkrankheit bestehen sollte. Wenn es euch interessiert kann ich in einem gesonderten Beitrag über Domox und Co. schreiben.

Ankommen in Kathmandu und Vorbereitungen treffen

Thamel liegt im Herzen von Kathmandu und ist bei westlichen Touristen wegen des leckeren Fusion Foods und dem Komfort der Unterkünfte sehr beliebt. Wir werden die nächsten 4 Tage in Kathmandu bleiben um Visa für den Annapurna Trek zu beantragen und uns reisefertig zu machen. Übernachten werden wir im schönen Kathmandu Garden Hotel.

Picture courtesy M.Mann

Von einer Dachterrasse werfen wir einen Blick auf das Vorhimalaya Gebirge, das die Stadt umrahmt.

Annapurna Trekking 2015

Picture courtesy H.G. Gruber

Es war immer ein großer Traum von uns im Himalaya zu wandern. Wir sind beide begeisterte Bergsteiger sowohl daheim im schönen Umland von München als auch auf Reisen. Und deshalb waren wir Feuer und Flamme als es im März 2015 für 3,5 Wochen nach Nepal ging. Wir blicken auf diese Zeit mit einem freudigen und einem weinenden Auge zurück weil sich im April, eine Woche nachdem wir wieder sicher in München landeten, ein schweres Erdbeben in der Nähe von Kathmandu erreignet hat. Viele Menschen sind dabei gestorben und bis heute haben wir keine Nachricht von unseren nepalesischen Wanderführern erhalten. Im Andenken an Sie, möchte ich unsere Erlebnisse in Nepal mit der Welt teilen.

Warum ich japanische Restaurants liebe

Wir sind gerade in Tokio gelandet und können noch nicht im Hotel einchecken. Zum Glück hat uns die Hotelmangerin ein gutes Restaurant in unserem Viertel Asakusabashi empfohlen: das Oatoya.

Als wir vor dem Restaurant stehen, kommt gleich eine Bedienung auf uns zu und spricht uns freundlich auf japanisch an. Arigato kei mas, vielen dank, diese drei worte werden uns in Japan noch oft begleiten. Die Japaner sind nicht nur höflich sondern auch sehr gut organisiert. Zum Glück gibt es ein englisches Menue in dem wir die Gerichte erkunden können. Es gibt eine Art Menue mit Algenrettich, süßem Erbsenmus, Misosuppe, rohem Eisouflee, wildem Reis und ein Hauptgericht entweder mit Fisch, Fleisch oder Gemüse mit Fleisch. Wir entscheiden uns für gedünstetes Gemüse im Bambuskorb mit Schweinespeck als Topping. Ich wundere mich warum man immer wieder eine Glocke hört und es ein Anzeigendisplay über der Kasse mit Nummern gibt. Uns fällt auf dass auf dem Tisch ein Kästchen mit einem Knopf steht. Unser Nachbar drückt den Knopf und die Glocke ertönt. Daraufhin kommt eine Bedienung an seinen Tisch. Das System gefällt mir sofort super gut, weil man sofort bedient wird, wenn man weiß was man möchte. Ich drücke den Knopf unsere Tischnummer wird auf dem Display angezeigt und sofort errscheint eine freundliche Bedienung. Wasser und Tee gibt es kostenlos. Mit den japanischen Stäbchen kommen wir auf Anhieb gut zurecht. Und die Misosuppe schlürfen wir ganz nach japanischem Vorbild genüßlich leer. Lecker wars 🙂

Die Kunst Matcha zu genießen

Picture courtesy H.G. Gruber

Wir sitzen im Zen Garden des goldenen Tempels in Kyoto unter blühenden Kirschblütenbäumen. Mit tripplenden Schritten nähert sich uns eine Japanerin im Kimono und reicht uns eine Schale Matchatee und Gebäck. Die Süßigkeit ist wunderschön mit Blattgold verziert, schmeckt aber leider nicht gut. Dafür ist der Matchatee umso besser. Auf der Grünteeoberfläche gibt es einen cremigen Schaum, der auch noch nach 5min Genuß vorhanden ist. Matchatee ist das Getränk der gehobenen, japanischen Gesellschaft, so erklärt es uns ein Matchateeexperte. Seine Frau ist professionelle Matchateezubereiterin und besonders kritisch wenn ihr Ehemann versucht den Matchatee anzurühren. Das ist gar nicht so leicht um diesen geliebten Teeschaum zu erhalten. Matchatee wird aus Grünteeblättern zubereitet indem man ihn wie Kaffeebohnen malt. Je feiner der Matcha desto länger muß man ihn mit einem Bambusbesen in einer speziellen Teeschale rühren. Auf jeden Fall ist es für mich eine schöne Abwechslung neben dem Kaffeetrinken. Und deshalb genieße ich meine Schale Tee inmitten dieses wunderbaren Zengartens.